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Am FRM-II stehen im wesentlichen langsame Neutronen für Experimente zur Verfügung, die mittels tangential angeordneter Strahlrohre aus dem Moderatortank herausgeführt werden. Für manche Anwendungen wird aber ein intensiver, großflächiger Strahl schneller Neutronen benötigt. Hierfür werden zwei Konverterplatten aus Uransilizid (U3Si2) in einer Aluminium-Dispersion mit 93 % Anreicherung vor die Nase des Strahlrohrs SR-10 geschoben. Durch langsame Neutronen wird im Uran (zusammen 270 g) Kernspaltung induziert und dabei schnelle Neutronen im MeV-Energiebereich isotrop abgedampft. Der Teil dieser Neutronen, der in Richtung des Strahlrohrs fliegt, kann in Form eines nahezu unmoderierten Spaltspektrums für Experimente verwendet werden.
Die nebenstehende Abbildung zeigt den prinzipiellen Aufbau des Konverterschachts. Zwei in einem gemeinsamen Gehäuse installierte baugleiche Konverterplatten können vor die Nase von SR-10 geschoben werden. Befinden sich die Platten in dieser sogenannten Arbeitsposition, so stehen schnelle Neutronen für Untersuchungen zur Verfügung. Alternativ können die Platten in eine Ruheposition verfahren werden, dann gelangen nur langsame Neutronen durch das Strahlrohr zu den beiden Bestrahlungsplätzen. Eine Erhöhung der Leuchtdichte um einen Faktor 1,4 wurde durch die schräge Anordnung (45°) der Platten erreicht. |