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Spätestens bei der Entdeckung der sogenannten Blähfässer in KKWs wurde klar, dass der Gas-Atmosphähre eines geschlossenen Behälters mitradioaktivem Abfall eine erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen ist. Am Institut für Radiochemie liegen seitdem umfangreiche Erfahrungen mit der Charakterisierung von Gas-Phasen in Abfall-Gebinden vor. Dabei wurden 200-L-, 400-L- und 600-L-Fässer sowie Gussbehälter vom Typ MOSAIK untersucht.
Folgende erprobte Messverfahren kommen bei RCM zum Einsatz:
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Messung des Behäter-Innendrucks. |
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Messung der relativen Feucht in der Behälter-Atmosphähre. |
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On-line-Messung des Radongehalts in der Behälter-Atmosphähre mit einem Radon-Monitor. |
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Entnahme von Gas-Proben und Analyse der Bestandteile in der Behälter-Atmosphähre mittels Gaschromatographie, Massenspektrometrie (optional) und radiometrischer Verfahren. |
Ein gemessener Behälterüberdruck ist meistens ein Indiz für im Inneren ablaufende, unerwüschte Gasbildungsreaktionen. Dabei ist vor allem Wasserstoff von Interesse, der durch unterschiedliche Prozesse meist aus dem im Fass vorhandenen Restwasser gebildet wird (Radiolyse, Korrosion etc.).
Neben Wasserstoff wurden in Abfallfässern auch andere, teilweise explosive Gase detektiert, welche vermutlich durch Zersetzungsvorgänge gebildet wurden und zu einem mehr oder weniger signifikanten Innendruckaufbau führten.
Da die Gasanalytik vergleichsweise schnell und insbesondere auch mobil vor Ort durchgeführt werden kann, stellt sie eine häufig eingesetzte, zerstörungsfreie Untersuchungsmethode für radioaktive Abfallgebinde dar.
Bisher wurden mit den genannten Messverfahren zur Gasanalytik von RCM ca. 3.000 Abfallgebinde untersucht.
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